Ein Ausschnitt aus unserer Broschüre für Kinder

HAITI


Haiti liegt auf der Insel Hispaniola. Haiti liegt im Westen der Insel, der Osten gehört zur Dominikanischen Republik. Hispaniola liegt in der Karibik. Der Landesname kommt aus der Sprache der Taínos, der Ureinwohner/innen Hispaniolas, und bedeutet „bergiges Land“. Der höchste Berg, Pic de la Selle (2.674 m über N.N.), liegt im Südosten des Landes in der Sierra de Bahoruco. Zwischen den Gebirgszügen liegen aber auch weite Ebenen, zum Beispiel an der Nordküste. Einst war das Land von Regenwald bedeckt, doch der wurde fast komplett abgeholzt.

Die heutigen etwa 10 Millionen Einwohner/innen Haitis sind größtenteils afrikanischer Abstammung, da sie im 18. Jahrhundert als versklavte Menschen aus Afrika nach Haiti kamen. Sie sprechen Kreyòl, eine Art afrikanisches Französisch. Die Amtssprachen sind Französisch und Kreyòl. Französisch spricht aber nur eine Minderheit von etwa 10 Prozent, in den ärmeren Gebieten des Landes spricht fast niemand französisch.

Haiti ist das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. Mehr als 50 Prozent der Gesamtbevölkerung lebt unterhalb der absoluten Armutsgrenze. Diese Menschen haben weniger als 1,90 Dollar am Tag zur Verfügung. Jahrelange Diktaturen, Misswirtschaft, Korruption und Naturkatastrophen wie Erdbeben, Dürren und Überschwemmungen haben Haiti in diese Lage gebracht.
Viele Haitianer/innen arbeiten in der Landwirtschaft. Sie bauen vor allem für ihren eigene Familie an und verkaufen kleine Überschüsse auf dem Markt. Angebaut werden Kaffee, Mangos, Ananas, Avocado, Kakao, Zuckerrohr, Reis, Mais und Sorghum-Hirse.
Aber das Leben in der Landwirtschaft ist in Haiti sehr schwierig, da durch Übernutzung des Landes der einst fruchtbare Boden verloren ging und durch Abholzung des Waldes bei Regenfällen der Boden weggeschwemmt wird. Viele Menschen versuchen daher in der Hauptstadt ihr Glück zu finden. Doch dort ist das Leben nicht einfacher. Die Arbeitslosigkeit liegt bei ca. 50 Prozent. Viele Haitianer/innen wandern darum aus. Sie hoffen, zum Beispiel im Nachbarland der Dominikanischen Republik Arbeit zu finden. Dort aber müssen sie illegal leben und werden ausgebeutet und schlecht behandelt.

KINDER IN HAITI

Kinder haben es in Haiti nicht leicht. Viele Familien leben in Armut und haben nicht genug zu essen. Oft leben sie in ganz einfachen Hütten, in den armen Vierteln, die um die Hauptstadt Port-au-Prince immer weiter wachsen.

Viele Kinder können auch nicht zur Schule gehen. In Haiti ist es zwar offiziell Pflicht zur Schule zu gehen, aber jedes Kind, das zur Schule gehen will, muss Schulgeld bezahlen. Das können sich die vielen armen Familien gar nicht leisten. Stattdessen müssen Kinder meist mithelfen und schon Geld verdienen. Sie arbeiten als Hausangestellte (Restavecs), auf Feldern, verkaufen Kleinigkeiten am Straßenrand oder gehen betteln.

25 % aller Kinder können daher nie eine Grundschule besuchen, ca. 75 % aller Jugendlichen gehen in keine weiterführende Schule.
Es gibt daher in Haiti viele Menschen, die nicht lesen und schreiben können. Unter den Erwachsenen sind es 51 Prozent, unter jungen Menschen immer noch etwa 30 Prozent.

Aber Kinder in Haiti lieben es natürlich auch zu spielen. Sobald jemand einen Ball auftreiben kann, wird Fußball gespielt. Alte Reifen werden vor sich her gerollt und mit Murmeln gibt es die verschiedensten Wettkämpfe.

Ein typisches Essen in Haiti ist Diri ak pwa, Reis mit roten Bohnen. Wenn die Familie genug Geld hat, gibt es dazu auch Fleisch (Hühnchen) oder Fisch. Das Lieblingsessen vieler haitianischer Kinder ist aber Mayi Moulen, eine Art Maisbrei, Bonne Bouillie, ein Brei aus Mehl Zucker Milch und Zimt oder Bannann Peze, frittierte Kochbananen.


 
  
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