Hallo,
das Jahr 2022 ist bis jetzt so wahnsinnig schnell vergangen und schon wieder halb um, weshalb hier ein paar Neuigkeiten aus Haiti kommen!
 



























Ende des medizinischen Hilfsprojekts
Zunächst eine gute Nachricht: Das medizinische Hilfsprojekt wurde erfolgreich abgeschlossen und gibt uns die Gelegenheit, Bilanz zu ziehen. Während die politischen Unruhen im haitianischen Alltag immer mehr in den Vordergrund treten, rückt die Pandemie deutlich in den Hintergrund. Im Rahmen des Projekts führte ein Team von Ärzten und medizinischen Assistenten regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen bei unseren Schulkindern durch und diagnostizierte sowie behandelte Kinderkrankheiten. Es wurden Impfungen gegen akute Gefahren wie Gelbfieber oder Typhus verabreicht und die Versorgung mit Medikamenten sichergestellt.

Politische Instabilität
Leider müssen wir mit einer eher beunruhigenden Nachricht weitermachen: Die politische Atmosphäre ist immer angespannter. Die Schulkinder verzichten auf ihre Uniformen, weil sie Angst haben müssen, Ziel gewalttätiger Angriffe zu werden. Die Schulen versuchen weiterhin, Zufluchtsorte zu sein, aber mit den zunehmenden Unruhen wird dies immer schwieriger. Um das Sicherheitsrisiko zu minimieren, wurden auf dem Schulgelände solarbetriebene Straßenlaternen aufgestellt, die in den Abendstunden für Licht in den umliegenden Straßen sorgen, so dass sich vor allem Frauen und Mädchen auf ihrem Heimweg sicherer fühlen.

Abschlussprüfungen
Im Mai und Juni finden wie immer die Abschlussprüfungen statt. Dieses Mal werden die Prüfungen allerdings von einem enormen Zeitdruck für Lehrkräfte und Schüler begleitet. Durch die vielen Unterbrechungen der letzten beiden Schuljahren durch die Covid-19 Pandemie und die politische Situation liegt das Hauptaugenmerk der Schulen auf dem Nachholen von Unterrichtsstoff, obwohl der Unterricht mittlerweile glücklkicherweise wieder regelmäßig stattfindet.
Kinder in ihrer Mittagspause

Lebensmittelkrise
Die Ernährungslage wird immer schwieriger. Unteranderem dadurch, dass die ukrainischen Weizenexporte auf dem Weltmarkt ausbleiben, verschlechtert sich die Lage weiter. Haiti hat bisher rund 66 % seines Weizenbedarfs importiert. Ein auf dem Weltmarkt gestiegenes Preisniveau in Verbindung mit einer zunehmenden Inflation bedeutet, dass wir uns weiterhin darauf konzentrieren, die Nahrungsmittelsicherheit für die Schüler unserer beiden Grundschulen St. Emma und St. Nicolas in Haitis größtem Slum, Cite Solei, zu gewährleisten. Über 600 Kinder in der ärmsten Region von Port-au-Prince sind darauf angewiesen, dass die Schulen sie regelmäßig mit Mahlzeiten versorgen. Daher sind sie auf unsere Hilfe angewiesen, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen.
Schreibwettbewerb
Auch in diesem Jahr wollen wir Kinder und Jugendliche wieder dazu ermutigen, ihre Gedanken und Gefühle aufzuschreiben. Deshalb veranstalten wir bereits zum dritten Mal unseren Schreibwettbewerb in Zusammenarbeit mit der Eckenroth Stiftung. Er findet in allen unseren Projektländern (Haiti, Honduras, Namibia, Deutschland und Italien) statt. Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren sind aufgerufen, uns ihre Texte zu den Themen Traurigkeit, Wut, Verzweiflung - Glück, Mut und Dankbarkeit zu schicken.

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